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Schluss mit Unwahrheiten zum Asylgesetz!

Kurzartikel/Leserbrief, 21. August 2006

Die Halb- und Unwahrheiten zum Asylgesetz, welche von gegnerischen Kreisen unter Mithilfe willfähriger Medien in die Welt gesetzt werden, haben in letzter Zeit ein derart unerträgliches Mass erreicht, dass sich eine Klarstellung aufdrängt.

Wenn Alt-Bundesrätin Dreifuss und Bundesrätin Calmy-Rey (unter krasser Missachtung der Kollegialität), wenn linke Politiker und Parteien, Hilfswerksvertreter, Leute "aus der Wirtschaft", so genannte Kulturschaffende, sowie Pfarrer, Bischöfe und Rechtsprofessoren behaupten, die Asylvorlage sei "menschenverachtend" und "unchristlich", oder wir würden Menschen "quasi obrigkeitlich verhungern, verdursten und erfrieren lassen" (Ex-Swisscom-Präsident Markus Rauh), dann ist das reine Demagogie. Ob dahinter parteipolitische Absichten, eine verfehlte Ideologie, naives Gutmenschentum oder andere Beweggründe stehen, muss den Absendern überlassen werden. Mit dem Asylgesetz, das man in diesen Kreisen offensichtlich nicht oder nur schlecht kennt, haben solche Behauptungen nichts zu tun.

Am häufigsten wird die Lüge kolportiert, Asylbewerber ohne Identitätspapiere würden künftig "ohne Asylverfahren weggewiesen" und quasi ins Elend geschickt. Tatsache ist gemäss Artikel 32 des Asylgesetzes, dass ein Asylverfahren auch dann durchgeführt wird, wenn der Gesuchsteller keine Reise- oder Identitätspapiere abgibt, sofern er das Fehlen der Papiere glaubhaft begründen kann. Zudem findet in jedem Fall eine Anhörung (im Beisein eines Hilfswerksvertreters) statt, und es besteht in jedem Fall eine Rekursmöglichkeit. In den Empfangsstellen sind zu diesem Zweck Listen mit Rechtsberatungsstellen aufgehängt.

Wer das Asylgesetz unvoreingenommen liest, stellt fest, dass der Bundesrat und das Parlament eine Vorlage geschaffen haben, welche unsere Asyltradition hochhält und gleichzeitig unser Land für Scheinflüchtlinge und Schlepper unattraktiv macht. Profitieren werden die echten Flüchtlinge, die an Leib und Leben gefährdet sind. Jene Kreise, die dennoch gegen das Gesetz sind, sollten sich zumindest an die Fakten halten.



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